Markttypen und Sortimente

Trödelmarkt, Flohmarkt, Krammarkt:

Floh-, Trödelmärkte und Krammärkte mobilisieren regelmäßig zehntausende Besucher mit einer oft mehrstündigen Aufenthaltsdauer. Ausgeräumte Dachböden und Keller bergen ebenso wie Haushaltsauflösungen und Umzüge einen schier unerschöpflichen Fundus an markttauglichen Waren.

Definition nach § 68 (2) GewO: Ein Jahrmarkt ist eine im allgemeinen regelmäßig in größeren Zeitabständen wiederkehrende, zeitlich begrenzte Veranstaltung, auf der eine Vielzahl von Anbietern Waren aller Art feilbietet.

Was ist Trödel? Laut dem Kommentar zur Gewerbeordnung – GewO (Gewerblicher Teil nebst Ausführungsverordnungen) herausgegeben von Dr. jur. Karl Heinrich Friauf im Luchterhand Verlag gilt der Trodelmarkt als Sonderfall (vgl. 17 Absatz 17c). „Trödelmärkte sind nicht als Spezialmarkt festsetzbar. Trödel sind alte, gebrauchte oder abgenutzte Gegenstände, aber auch wertlose oder gering geschätzte Neuwaren (vgl. Meyer-Hentschel/Rindermann S. 51 f. m. w. N.) ohne Einschränkung auf bestimmte Warengattungen oder -gruppen, die durch eines der oben dargestellten, gemeinsamen Elemente untereinander verbunden sind. […] Es handelt sich um gebrauchte Waren aller Art (so auch OVG NW 12.01.1990 GewArch. 1990, 289; 03.06.1992 GewArch, 163 f.; Thür. oVG 10.05.2996 GewArch 1996, 381,382).“

 Antikmarkt, Kunsthanderwerkermarkt, Sammlermärkte für spezifische Angeboten:

Der Antiquitätenmarkt als „König der Märkte“ zieht vor allem Sammler und Kenner schöner, alter Dinge immer wieder in seinen Bann. Herrliche alte Möbel, nostalgische Einrichtungs- und Dekorationsgegenstände schaffen eine einzigartige Atmosphäre und sprechen ein anspruchsvolles und verwöhntes Publikum an. Die Aussicht auf ein Schnäppchen aus vergangenen Tagen sorgt hier für die gute Stimmung.

Definition nach § 68 (1) GewO: Ein Spezialmarkt ist eine im allgemeinen regelmäßig in größeren Zeitabständen wiederkehrende, zeitlich begrenzte Veranstaltung, auf der eine Vielzahl von Anbietern bestimmte / spezielle Waren feilbietet.

Wochenmärkte:

Definition nach §67 GewO: Ein Wochenmarkt ist eine regelmäßig wiederkehrende, zeitlich begrenzte Veranstaltung, auf der eine Vielzahl von Anbietern eine oder mehrere der folgenden Warenarten feilbietet:

Lebensmittel im Sinne des § 1 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes mit Ausnahme alkoholischer Getränke; zugelassen sind alkoholische Getränke, soweit sie aus selbstgewonnenen Erzeugnissen des Weinbaus, der Landwirtschaft oder des Obst- und Gartenbaus hergestellt wurden; der Zukauf von Alkohol zur Herstellung von Likören und Geisten aus Obst, Pflanzen und anderen landwirtschaftlichen Ausgangserzeugnissen, bei denen die Ausgangsstoffe nicht selbst vergoren werden, durch den Urproduzenten ist zulässig;

Produkte des Obst- und Gartenbaus, der Land- und Forstwirtschaft und der Fischerei;

rohe Naturerzeugnisse mit Ausnahme des größeren Viehs.

Die Landesregierungen können zur Anpassung des Wochenmarkts an die wirtschaftliche Entwicklung und die örtlichen Bedürfnisse der Verbraucher durch Rechtsverordnung bestimmen, dass über Absatz 1 hinaus bestimmte Waren des täglichen Bedarfs auf allen oder bestimmten Wochenmärkten feilgeboten werden dürfen.