Pressemitteilung Nr. 4/2012 vom 21. August 2012 – NRW-Koalitionsbeschluss zum Ladenöffnungsgesetz – Reglementierung widerspricht Lebenswelt der Bevölkerung

KÖLN/AACHEN – Der Verband Deutscher Marktgestalter in NRW e. V. (VDM) beurteilt den Beschluss der rot-grünen NRW-Landesregierung, im Rahmen der Novellierung des Ladenöffnungsgesetzes die Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage pro Jahr und Stadtgebiet auf 13 zu beschränken, kritisch. Der VDM sieht hierin eine Über-Regulierung gegen sich veränderte Lebens-, Freizeit- und Konsumgewohnheiten der Bevölkerung sowie eine Benachteiligung kleinerer Stadtteilzentren und Nebenlagen, insbesondere bei Abschaffung des Stadtteilbezuges.

Der VDM spricht sich daher für die Beibehaltung der aktuellen Sonntagsöffnungen mit Stadtteilbezug aus. Die Anzahl verkaufsoffener Sonntage gesamter Stadtgebiete ergibt sich meist aus unsachlichen Maximalberechnungen vieler Kritiker, worauf bereits die Industrie- und Handelskammer Köln in einem Brief an den NRW-Landtag im Februar dieses Jahres hinwies. Die Abschaffung des Stadtteilbezuges würde daher zu einer Schwächung der Stadtteilzentren führen.

Neben den Sonntagsöffnungen sind darüber hinaus flexible bedarfs- und standortgerechte Öffnungszeiten notwendig, damit insbesondere grenznahe Gebiete im Wettbewerb mit liberalen Ladenöffnungszeiten in Belgien und den Niederlanden bestehen können.

Der VDM weist darauf hin, dass eine Beschränkung und Regulierung des aktuellen Ladenöffnungsgesetzes einen Rückschritt darstellen und den Ansprüchen der modernen Lebenswelt der nordrhein-westfälischen Bevölkerung keinerlei Rechnung tragen würde.

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